Transaktionsanalyse

Eine Möglichkeit, das Beziehungsgeschehen darzustellen, ist das Modell der Transaktionsanalyse. Die Transaktionsanalyse geht davon aus, dass in jedem Menschen drei Persönlichkeitsinstanzen vorhanden sind, die sich in der Kommunikation jeweils zu Wort melden können.

Das Eltern-Ich:
Es beinhaltet beim erwachsenen Menschen all die Gebote und Verbote, Einstellungen und Werthaltungen, Ermahnungen und Hilfestellungen, die er als Kind von seinen Eltern übernommen hat. Es kann einerseits kritisch-moralisierend, andererseits fürsorglich sein.

Das Kindheits-Ich:
In ihm stecken alle Gefühle und Reaktionen, die das Kind damals seinen Eltern entgegen gebracht hat. Es kann sich in drei Formen zeigen.
1. als natürliches Kind (ausgelassen, verspielt, spontan)
2. als angepasstes Kind (brav, unterwürfig)
3. als rebellisches Kind (trotzig, patzig, wehleidig)

Das Erwachsenen-Ich
Das Erwachsenen-Ich zeigt sich sachlich, informierend, vernünftig und feststellend. Es prüft die Impulse aus dem Eltern- und Kindheits-Ich auf ihre Angemessenheit, reagiert situationsgerecht und spricht den Gesprächspartner auf gleicher Ebene (als Erwachsener) an.


Wo immer zwei Menschen miteinander in Kommunikation treten, agieren und reagieren sie aus einem dieser Ich-Zustände. Spricht der Sender den Empfänger aus dem Eltern-Ich heraus an, provoziert er geradezu dessen Reaktion aus dem Kindheits-Ich. Das Gespräch verläuft solange problematisch, bis es einem der Partner gelingt, auf die Ebene des Erwachsenen-Ich zu wechseln, was nicht immer ganz einfach ist.

 

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Copyright 2011 Dipl.-Psych. Ingeborg Prändl