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Modell der Kommunikation

Man kann nicht „nicht kommunizieren“


Paul Watzlawik, der Vater der Kommunikationspsychologie, hat behauptet: Man kann nicht „nicht kommunizieren“. Das heißt, immer wenn zwei Menschen sich begegnen, findet Kommunikation zwischen ihnen statt, selbst wenn sie überhaupt nichts miteinander reden. Die Nachricht oder Botschaft, die hier mitgeteilt wird, kann z.B. sein: „Lass mich in Ruhe, ich will nichts mit dir zu tun haben.“



Um darzustellen, was zwischen zwei Menschen abläuft, wenn sie miteinander kommunizieren, bedient sich die Kommunikationspsychologie eines Modells aus der Nachrichtentechnik.

 

Modell der Kommunikation

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Der Sender hat ein Anliegen. Dieses möchte er in Form einer Nachricht oder Botschaft an den Empfänger übermitteln. Zu diesem Zweck benötigt er einen Kanal. In der menschlichen Kommunikation ist dieser Kanal entweder die Sprache (verbale Kommunikation) oder nicht-sprachliche Formen der Mitteilung (non-verbale Kommunikation), z.B. Gestik, Mimik, Tonfall, Lautstärke.

Das Anliegen des Senders existiert zunächst nur als Gedanke in seinem Kopf. Um es dem Empfänger mitzuteilen, muss er es in bestimmte Zeichen verschlüsseln. Auf dem sprachlichen Kanal sind solche Zeichen: Laute, Buchstaben, Worte, Sätze. Der Empfänger muss seinerseits diese Zeichen wieder entschlüsseln, um die Nachricht zu verstehen. Auf dem nicht-sprachlichen Kanal können diese Zeichen sehr vielfältig sein, z.B. Lächeln, geballte Faust, Augenaufschlag, Seufzer, gebückte Haltung, Achselzucken, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Kommunikation funktioniert natürlich nur, wenn der Empfänger die Zeichen des Senders auch entschlüsseln kann. Das klappt z.B. nicht, wenn Sender und Empfänger nicht dieselbe Sprache sprechen oder wenn der Sender undeutlich spricht. Noch schwieriger ist es bei der nicht-sprachlichen Kommunikation, denn hier muss der Empfänger die Zeichen des Senders deuten und interpretieren. Deshalb ist es für den Fortgang der Kommunikation wichtig, dass der Empfänger dem Sender Rückmeldung gibt, ob und wie er die Nachricht verstanden hat.

 

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